Hirschgarten Erfurt

Hirschgarten Erfurt
Hirschgarten Erfurt
Hirschgarten Erfurt
Hirschgarten Erfurt
Hirschgarten Erfurt

Der Hirschgarten bildet die repräsentative Kulisse der Staatskanzlei, ist Schmuckplatz, Liegewiese und „Augenweide“ der Flaneure. Grundidee der Neugestaltung war die Schaffung zweier eigenständiger Parkteile, die durch Materialien und formale Prägung als Einheit wirken. Ein feiner Teppich aus in drei Farbtönen changierender Betonsteinplatten rahmt das Rasenparterre ein. Die bereits vorhanden Brunnenanlage wurde als Wasserschale neu gestaltet. In der Mittelachse der Staatskanzlei nimmt sie direktem Bezug zum dortigen Protokolleingang. Zwei analog dazu gestaltete Pflanzschalen aus sandgestrahltem Beton umfassen Altbäume und werden mit der Brunnenanlage zu den neuen Schmuckelementen des Hirschgartens. Dieser alte Baumbestand ist in die Rahmung und das Rasenparterre integriert. Großzügige Neupflanzungen – vielfältige Staudenund Gräserarten – werden ergänzt durch ein Meer von Blumenzwiebeln, wodurch bereits im Frühjahr ein blühender Park entsteht.

Zwischen den Wachhäusern der ehemaligen Statthalterei entstand ein Vorplatz aus Granit-Kleinstein, als repräsentative Vorfahrt zur Staatskanzlei. Ein moderner, vielfach bespielbarer Stadtplatz unter Bäumen bildet das zeitgenössische Pendant zum historisch geprägten Hirschgarten.

Der einheitliche und lichte Baumhain fungiert als westliche und räumliche Fassung des Gartens im städtischen Grundriss. Ergänzt wird der Hain durch Spielstationen unter den Bäumen. Die wassergebundene Wegedecke (stabilisiert und damit strapazierfähig durch ein natürliches Bindemittel) wird unterbrochen durch Fallschutzbeläge, große Schaukeln und Kinderspielgeräte und bietet weitere Treffpunkte für Jung und Alt.

Baujahr: 2009